// Landtagswahl 2019 | Linksjugend ['solid] Brandenburg e.V.

Landtagswahl 2019

Am 1. September 2019 wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt und damit die politischen Weichen für die nächsten 5 Jahre gestellt. Anlässlich der Landtagswahl macht die Linksjugend [’solid] Brandenburg eine eigene Jugendkampagne.

#stelldirvor es ist wieder Wahlkampf

Unser Jugendwahlprogramm zur Landtagswahl findest du hier:

Die brandenburgischen Landtagswahlen am 1. September 2019 finden in einer Zeit der gesellschaftlichen Zuspitzungen statt. Mit Neonazis auf den Straßen, den unzähligen Angriffen auf Geflüchtetenunterkünfte in den vergangenen Jahren, Chemnitz und Köthen, dem anhaltenden Aufwind der AfD, Zukunft Heimat und der Identitären Bewegung erleben wir eine erneute Hochphase rechter, rassistischer und offen neonazistischer Strukturen. Mit ihrer zum Teil erfolgten Etablierung haben sich zudem auch die gesamtgesellschaftlichen Diskurse nach rechts verschoben. Offene Angriffe auf und reale Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte werden von AfD über CDU, bis hin zu weiten Teilen der SPD forciert.
Bei der Landtagswahl 2019 geht es also um nicht weniger als die Auseinandersetzung, in welcher Welt wir leben wollen. Es geht folglich darum progressive, linke Kräfte zu mobilisieren und zusammen zu führen. Die Herausforderung dabei besteht in der inzwischen 10 Jahre andauernden Regierungsbeteiligung der LINKEN in Brandenburg. Daraus ergibt sich ein Spannungsverhältnis für uns, in dem wir unsere kritische Begleitung dieser zum Ausdruck bringen müssen. Große gesellschaftliche Veränderungen brauchen immer auch die Initiative und den Druck außerparlamentarischer Kräfte. Für uns gibt es daher kein entweder oder in der politischen Strategie, sondern ein notwendiges Miteinander von parlamentarischer Arbeit und außerparlamentarischen Prozessen.
Es ist nicht egal, wer in den Parlamenten sitzt. Mit der AfD hat die gesellschaftliche Rechte ihren parlamentarischen Arm gefunden. Auch im Landtag muss den Rechten entschlossen entgegen getreten werden. Uns ist klar, dass die Revolution nicht im Sitzungssaal des Brandenburger Landtags beschlossen wird, dennoch rufen wir zur Wahl auf. DIE LINKE und ihre Kandidat_innen bei der Landtagswahl zu wählen kann ein kleiner Schritt hin zu einer linken Utopie sein.

Die Linksjugend [’solid] Brandenburg führt in dem Zeitraum vor der Landtagswahl 2019 eine jugendpolitische Kampagne durch.

Es geht uns darum, als linksradikaler und parteinaher Jugendverband sichtbar zu werden und uns im Diskurs zu positionieren. Wir wollen ein Akteur in der politischen Debatte vor den Landtagswahlen sein und eigene Themen in der öffentlichen Debatte setzen.

Wir wollen jungen Leuten Gegennarrative zu der hegemonialen Erzählung des neoliberalen Kapitalismus und Rechtsruck anbieten. Dabei zeigen wir auf, dass es abseits von Leistungsdruck, Zwang zur Lohnarbeit, Umweltzerstörung und dem wechselseitigen Ausspielen von Minderheiten auch andere Formen von gesellschaftlichem Zusammenleben geben kann.

Wir wollen Interesse für unsere Arbeit wecken und jungen Menschen Beteiligungsmöglichkeiten in unserem Verband aufzeigen. Im besten Fall schaffen wir es, Symphatisant_innen in die Arbeit der OGs einzubinden und sie erfolgreich zu unseren landesweiten Veranstaltungen einzuladen.

Viele Jugendliche erleben sich und ihr Umfeld nicht als politisch – das wollen wir ändern! Unter dem Motto „Interessiert euch!“ möchten wir aufzeigen, wie jede und jeder sich einbringen kann und das auch vermeintlich persönliche Belange wie Probleme in der Schule oder der rassistische Onkel von nebenan Gegenstand von politischen Auseinanderstzung sind.

Damit wollen wir Spielräume und Möglichkeiten für die außerparlamentarische Arbeit – sowohl für unseren Verband als auch für soziale Bewegungen und Bündnispartner_innen – eröffnen. Außerdem wollen wir Abgeordnetenbüros als offene Jugendbüros etablieren um einen subkulturellen Anlaufpunkt zu bieten und mehr Menschen an unseren Verband zu binden.

Die inhaltliche Klammer der Jugendkampagne ist #stelldirvor. Mit der Entwicklung von utopischen und dystopischen möglichen Zukunftsszenarien der thematischen Schwerpunkte wollen wir verdeutlichen, dass es auf jede und jeden Einzelnen ankommt sich zu positionieren und für eine bessere Welt zu kämpfen. Langfristig wollen wir die Leute dazu einladen, sich für linke Politik zu interessieren und sich zu engagieren, das auch gerne bei uns. Beim letzten Verbandswochenende im September haben wir uns auf 5 inhaltliche Schwerpunkte geeinigt, deren inhaltliche Untersetzung im Jugendwahlprogramm zu finden ist:

Für jeden der Themenkomplexe werden wir eine Aktionswoche ausrufen. Daraus ergibt sich der 29.07.19 als möglicher Auftakttermin. Dabei soll je eine inhaltliche Veranstaltung/Aktion den Höhepunkt der Aktionswoche bilden. Wir wollen darauf achten, dass diese Veranstaltungen dezentral in den Orten mit bereits bestehenden Ortsgruppen stattfinden und diese selbst mit eintscheiden können ob und wenn ja, welche Veranstaltung sie in ihrer Region mitorganisieren wollen. Diesbezügliche Absprachen wollen wir auf der Landesmitgliederversammlung im Febraur treffen. Zu jeder Veranstaltung mobilisieren wir landesweit und möglichst niedrigschwellig. Darüber hinaus ist die eigenständige Partizipation der Ortsgruppen zu den jeweiligen Themenschwerpunkten gefragt. Sie können zu jeder Aktionswoche selbst dezentral eigene Veranstaltungen durchführen und werden dafür bei Bedarf von uns mit Material unterstützt. An den Orten, die wir mit unseren Aktionen nicht erreichen, wollen wir Infostände organisieren. Dabei wollen wir interessierte Einzelpersonen, also Sympathisant_innen ohne direkte Anbindung an unseren Verband, einbinden, indem wir mit ihnen einen solchen Stand vorbereiten.
Die Kampagne solll durchweg von Social-Media-Beiträgen begleitet werden. Dazu werden wir im WaKaKo ein inhaltiches wie organisatorisches Konzept erarbeiten, um Posts für unsere Facebook- und Instagram-Seite rechtzeitig vorzubereiten. Mit den Beiträgen wollen wir unsere Inhalte auch digital zugänglich machen und unsere Aktionen bewerben.
Im Nachgang der Kampagne sollen neue Interessierte über die Durchführungzu einesm Verbandswochenendes oder einesm Brandenburg-Plenums nach der Landtwagswahl eingeladen werden, um sie einzubinden eingebunden werden, eventuell Mitte Oktober.

ZEITPLAN

Share