// Heraus zur Demo zum Frauen*streik in Potsdam! | Linksjugend ['solid] Brandenburg e.V.

Heraus zur Demo zum Frauen*streik in Potsdam!

P R E S S E M I T T E I L U N G

von FAU Berlin Sektion Potsdam, Linksjugend [’solid] Brandenburg, Women in Exile

Potsdam, 07.03.2019

Demonstration zum 8. März 2019: „Women’s* Strike – Frauen*streik!“

Am Freitag, 8. März 2019, rufen Sektion Potsdam der Freien Arbeiterinnen Union (FAU) Berlin, die Linksjugend [’solid] Brandenburg und Women in Exile zu einer Demonstration unter dem Motto „Women’s Strike – Frauenstreik!“anlässlich des Internationalen Frauenkampftages auf.

Noch immer sind Aufgaben gesellschaftlich sehr ungleich verteilt: Frauen* erledigen erheblich mehr unbezahlte Arbeit und erhalten für ihre Tätigkeiten oft weniger gesellschaftliche Anerkennung. Gerade Arbeiten im Haus- und Sorgebereich wie Pflege und Reinigung, aber auch emotionale Arbeit gelten auch 2019 noch als typische Frauenarbeiten. Frauen of Colour und Migrantinnen* werden zudem von rassistischen Gesetzen und Institutionen bedroht und sind so doppelt diskriminiert und ausgebeutet. Sie finden sich aufgrund der rassistischen Zuschreibungen besonders oft in prekären, irregulären und krankmachenden Arbeitsverhältnissen wieder. „Der 8. März dokumentiert den jahrhundertelangen Kampf von Frauen* um Gleichheit und Freiheit in unserer Gesellschaft. Dass es nach wie vor so eklatante Ungleichheiten der Tätigkeitsbereiche, Bezahlung und Wertschätzung verschiedener Geschlechter gibt, ist unzeitgemäß und empörend. Dagegen gehen wir am Freitag auf die Straße“, äußert sich Hanna Steiner von [’solid] Brandenburg.

Die Arbeiten, die Frauen* – oft ohne Bezahlung – zugeschoben werden, sind gesellschaftlich absolut unabdingbar. Deshalb ist die weltweite Bewegung für einen Frauenstreik als Antwort auf die ungerechten Verhältnisse entstanden. „Betrachtet man die Menge an unbezahlt geleisteter Arbeit, insbesondere von Frauen, wird klar, dass wir uns vom 8-Stunden-Arbeitstag verabschieden müssen. Die vielen unbezahlten und bezahlten Tätigkeiten im Haus- und Sorgebereich können nur dann gerecht auf alle Schultern verteilt werden, wenn alle Menschen weniger lohnarbeiten. Deshalb brauchen wir einen 4-Stunden-Tag bei vollem Lohnausgleich. Für dieses Ziel kämpfen wir als Teil einer antirassistischen, klassenkämpferischen feministischen Bewegung.“ erklärt Veza Schlüpen von der FAUB Sektion Potsdam.

Die Demonstration startet am 8.3.2019 um 12.00 Uhr am Hauptbahnhof Potsdam und geht über eine Zwischenkundgebung am Landtag zum Brandenburger Tor bis voraussichtlich 14.00 Uhr.

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